Autohändler begrüßen schnellen Start der Elektroauto-Förderung, sehen Ausschluss der Gebrauchten aber kritisch.
Der Verband der Automobilhändler Deutschlands (VAD) bewertet viele Details der geplanten Elektroauto-Förderung der Bundesregierung positiv. „Wir begrüßen, dass sich die Bundesregierung entschlossen hat, die Förderung rückwirkend ab dem 1. Januar 2026 zu gewähren. Damit müssen Kunden nicht warten, bis der Fördertopf geöffnet und das Antragsportal freigeschaltet ist“, sagt Burkhard Weller, Präsident des VAD. Auch die Aufnahme von Plug-in-Hybriden in den Kreis der geförderten Elektrofahrzeuge begrüßt der Verband: „Damit kommt die Förderung auch solchen Kunden zugute, für die ein reines Elektroauto noch nicht infrage kommt.“
Sehr kritisch bewertet der VAD, dass Gebrauchtwagen nicht gefördert werden. „Hätte sich die Bundesregierung dazu entschließen können, auch Jahreswagen in den Kreis der förderfähigen Fahrzeuge aufzunehmen, fiele es Familien mit kleinen und mittleren Einkommen sehr viel leichter, auf Elektroautos umzusteigen. Denn dieser Kundenkreis kauft in der Regel kaum Neuwagen“, so VAD-Präsident Weller. Der Nutzen der Förderung für den schnellen Hochlauf der Elektromobilität ist damit stark eingeschränkt.
Der VAD weist darauf hin, dass die Förderung in der jetzigen Form für den Autohandel in Deutschland eine erhebliche finanzielle Belastung darstellt. Vor allem die Entwertung des Gebrauchtwagenbestands im Handel wird viele Unternehmen vor große Herausforderungen stellen. „Auch deshalb wäre es zu begrüßen gewesen, wenn die Bundesregierung Gebrauchtwagen in die Förderung einbezogen hätte.“
Positiv bewertet der VAD hingegen, dass außerhalb Europas produzierte Fahrzeuge nicht von der Förderung ausgeschlossen werden. Ursprünglich hatte die Bundesregierung geplant, die Förderung an eine Fertigung in Europa zu knüpfen. Damit wären viele preisgünstige, nicht in Europa gebaute Modelle asiatischer und europäischer Hersteller nicht förderfähig gewesen.
Die Bundesregierung will Einzelpersonen sowie Familien mit kleinen und mittleren Einkommen beim Kauf eines Elektroautos oder Plug-in-Hybriden mit bis zu 6.000 Euro unterstützen.
Der im Oktober 2025 gegründete Verband der Automobilhändler Deutschlands vertritt die Interessen der rund 6000 Automobilhändler in Deutschland. Die Branche beschäftigt mehr als 300.000 Menschen, setzt jährlich rund 128 Milliarden Euro um und verkauft neben knapp drei Millionen Neuwagen etwa 6,5 Millionen Gebrauchtwagen. Zugleich gilt der Automobilhandel mit seinen Werkstätten als bedeutender Ausbildungssektor: Mehr als 60.000 junge Menschen erlernen hier einen Beruf, viele von ihnen mit Migrationshintergrund.
VAD – Verband der Automobilhändler Deutschlands
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